Die Küste entlang zu radeln hat eine ganz besondere Qualität. Man hört das Meer rauschen und sieht die Wellen rhythmisch gegen die Küste ziehen. Der Wind durchstreift die Teeplantagen an den Hängen und ganz leise surrt die Kette. In Gedanken versunken ziehen die Kilometer vorbei. Hie und da links eine Moschee, ein freundliches Gehupe, ein kindliches "Hello, hello". Und die Minuten verrinnen. Es ist ein Genuss, wenn man genug Kraft und Kondition getankt hat, einfach auf dem Fahrrad zu sitzen und repititiv die selben Bewegungen unbewusst auszuführen.
Nach 2 1/2 Wochen habe ich den Flow-Zustand erreicht, den ich mir das ganze Jahr gewünscht habe. Unbeschwert das Meer zu sehen, zu riechen, das Salz auf meinen Lippen zu schmecken und die Wärme zu spüren. Diese Eindrücke gehen bei mir direkt ins Langzeitgedächtnis und verfolgen mich in der kalten Jahreszeit und ich werde abhängig davon.
Heute haben wir den ersten Sandstrand auf unserer Reise unsicher gemacht. Das Wasser war ungewöhnlich warm in der Bucht. Martin und ich sind deshalb sehr weit aufs Meer hinaus geschwommen, um die Kälte zu spüren, die das Schwarze Meer auch ausstrahlen kann.
Paul hat es am Abend davor ordentlich erwischt - Brechdurchfall. Seine Pide war leider nicht in Ordnung. Die ganze Nacht und auch den Tag ging es ihm schlecht. Trotzdem radelte er brav die 80km des Tages. Über 15km bis zum Stadtschild von Trabzon führte er die Gruppe sogar an und legte ein Tempo vor, dass es in meinen Ohren pfiff.
Rize und Trabzon - unsere letzten beiden Stationen in der Türkei, unterscheiden sich für einen Reiseradler kaum. Sehr grosse Städte an den Kustenhang gebaut mit unendlichem Gewurle an Autos und Fußgängern, Geschäft an Geschäft gereiht. Wenn man mich in der Nacht betäubt in einen der beiden Städte aussetzen würde, ich könnte auf die Schnelle nicht sagen, in welcher ich mich befände. Die Menschen sind aber sehr sehr hilfsbereit. Sie zeigen den Weg oder fragen selbst jemanden für mich, der sich vermeintlich auskennt. Und irgendwie klappt es auch immer. Die Türken sind no-problem-people. Sie freuen sich, wenn sie helfen können. Und ich habe sie als hart arbeitende Menschen erlebt. Die Öffnungszeiten der Geschäfte werden mir an der Schwarzmeer-Kuste immer ein Rätsel bleiben. Die Tage unterscheiden sich nicht voneinander. Sonntag ist genau soviel los wie am Mittwoch oder Freitag.
Jetzt am Ende der Reise werde ich fast philosophisch. Die Einheit mit der Natur macht den Menschen glücklicher. Je technisierter die Umwelt, desto hektischer, desto weniger Zeit für einen selbst. Die Frage stellt sich, ob man überhaupt Zeit für einen selbst braucht, wenn man in der Natur aufgeht. Denn selbst die Zeit hat einen natürlichen Ursprung.
Nach 2 1/2 Wochen habe ich den Flow-Zustand erreicht, den ich mir das ganze Jahr gewünscht habe. Unbeschwert das Meer zu sehen, zu riechen, das Salz auf meinen Lippen zu schmecken und die Wärme zu spüren. Diese Eindrücke gehen bei mir direkt ins Langzeitgedächtnis und verfolgen mich in der kalten Jahreszeit und ich werde abhängig davon.
Heute haben wir den ersten Sandstrand auf unserer Reise unsicher gemacht. Das Wasser war ungewöhnlich warm in der Bucht. Martin und ich sind deshalb sehr weit aufs Meer hinaus geschwommen, um die Kälte zu spüren, die das Schwarze Meer auch ausstrahlen kann.
Paul hat es am Abend davor ordentlich erwischt - Brechdurchfall. Seine Pide war leider nicht in Ordnung. Die ganze Nacht und auch den Tag ging es ihm schlecht. Trotzdem radelte er brav die 80km des Tages. Über 15km bis zum Stadtschild von Trabzon führte er die Gruppe sogar an und legte ein Tempo vor, dass es in meinen Ohren pfiff.
Rize und Trabzon - unsere letzten beiden Stationen in der Türkei, unterscheiden sich für einen Reiseradler kaum. Sehr grosse Städte an den Kustenhang gebaut mit unendlichem Gewurle an Autos und Fußgängern, Geschäft an Geschäft gereiht. Wenn man mich in der Nacht betäubt in einen der beiden Städte aussetzen würde, ich könnte auf die Schnelle nicht sagen, in welcher ich mich befände. Die Menschen sind aber sehr sehr hilfsbereit. Sie zeigen den Weg oder fragen selbst jemanden für mich, der sich vermeintlich auskennt. Und irgendwie klappt es auch immer. Die Türken sind no-problem-people. Sie freuen sich, wenn sie helfen können. Und ich habe sie als hart arbeitende Menschen erlebt. Die Öffnungszeiten der Geschäfte werden mir an der Schwarzmeer-Kuste immer ein Rätsel bleiben. Die Tage unterscheiden sich nicht voneinander. Sonntag ist genau soviel los wie am Mittwoch oder Freitag.
Jetzt am Ende der Reise werde ich fast philosophisch. Die Einheit mit der Natur macht den Menschen glücklicher. Je technisierter die Umwelt, desto hektischer, desto weniger Zeit für einen selbst. Die Frage stellt sich, ob man überhaupt Zeit für einen selbst braucht, wenn man in der Natur aufgeht. Denn selbst die Zeit hat einen natürlichen Ursprung.


