Sonntag, 22. Juli 2012


16. Juli
Den Tag begannen wir mit einer kurzen Schwimmsession im Pool. Danach ließen wir die Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Schulen einen Schwimmwettbewerb austragen und wir widmeten uns unserer Lieblingsbeschäftigung: Frühstücksbüffet leerzuräumen. Wir mussten uns dann kurz nochmals hinlegen, denn am besten fährt es sich ja doch in der Mittagshitze. Wir hatten aus den letzten Tagen einfach nichts gelernt.


 So schwitzten wir uns wieder Kilometer für Kilometer vorwärts, bis Peters Schlauch endgültig w.o. gab. Peter versuchte einen anderen Schlauch fahrtüchtig zu machen, aber auch dieser gab nach wenigen Kilometern den Geist auf. Diesmal passierte das Missgeschick 300 Meter vor einer Straßenmeisterei. Wir bogen auf das Gelände und wurden von 5 verdutzten Mitarbeitern bestaunt. Leider konnte kein einziger Englisch noch Deutsch, aber wir konnten unser Problem erklären. Peter brauchte ein größeres Loch im Felgen, damit er mit unseren Autoventilen kompatibel wurde. Die Arbeiter machten sich sofort ans Werk und holten ihren Chef hinzu. Weil Chefs mehr verdienen als ihre Mitarbeiter können sie sich natürlich auch bessere Handies leisten und welches ist derzeit das beste zum Angeben? Genau! Ein Iphone 4S mit dem neuen Programm Siri, das fas jede Sprache der Welt versteht und spricht. Und da ich mich mit den Gegebenheiten der Iphone-Besitzer noch nicht so recht auskannte und er mir sein Handy zu meinen Lippen hielt, wusste ich nicht, was ich machen sollte. Verzweifelt versuchte er etwas in sein Handy hineinzusprechen, aber Siri verstand ihn nicht. 5-6x versuchte er es, dann endlich, kam auf sein Display auf Englisch "food?" Zunächst verhielten wir uns zögerlich, aber nachdem 5 Mitarbeiter uns zuwinkten und uns förmlich in die Kantine drängten, nahmen wir das Angebot dankbar an. Es gab Suppe, Bohnengulasch, Salat und Nachspeise für uns. Wasser und Tee wurden ständig nachgeschenkt. Der Chef und seine Mitarbeiter freuten sich, dass wir ordentlich zulangten. Dann setzten wir uns noch in trauter Runde zusammen und versuchten mittels i-phone uns zu unterhalten. Siri verstand mein gebrochenes Englisch besser als sein muttersprachliches Türkisch. Es war lustig anzusehen, wie er sich abmühte und es immer wieder versuchte. Aber wir schafften eine gute Kommunikation. Satt, zufrieden und mit repariertem Fahrrad verließen wir die Straßenmeisterei bei größter Hitze und schraubten uns Höhenmeter um Höhenmeter die Hügel hinauf.


Nach einer rasanten Abfahrt gönnten wir uns einen kleinen Sprung ins Meer. Neben uns wurde ein türkischer Tee zubereitet und Peter wollte mit seiner gelben Luftmatratze gar nicht mehr aus dem kühlenden Nass steigen.

Aber es ging weiter. Bis Kurucasile, einem kleinen Badeort einige Kilometer weiter östlich.

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