Montag, 2. Juli 2012


1. Juli
Anreise nach Sofia
Mit vereinten Kräften und Gehirnen hatten wir es geschafft mit einem großen Bus zum Flughafen zu fahren. Die Räder, zerlegt in 3 Scott-Kartons, warteten begierig auf die Gepäckabgabe.
 In der klimatisierten Air-Berlin Halle war das auch kein Problem. Hunderte Reisewillige teilten unser Schicksal und das Anstellsystem funktionierte recht gut. Leider habe ich die Buchungsbedigungen nicht genau gelesen und so musste ich 50 Euro aufzahlen, da ich meine 20 Kilo auf 2 Gepäckstücke aufgeteilt hatte. Naja, was solls! Billig war der Flug trotzdem und angenehm und eigentlich recht schnell. Man flitzt in 1:10  in einer modernen Maschine mit freundlichem, blutjungen Stewardessen in sehr engen Jeans und Niki-Blusen nach Sofia auf einen recht entspannten Flughafen und hat den ganzen Abend Zeit, sein Fahrrad zusammenzubauen, was wir auch 2 Stunden lang sehr genossen. 
Mein linkes Pedal wollte einfach nicht montiert werden. Martin konnte es drehen und wenden wie er wollte, es schien ihm nicht zu folgen! Doch dann lernten wir 2 bulgarische Mountainbike-Freaks kennen, die israelische Reisegruppen bei Touren durch Bulgarien betreuen, die sich unseres Problems und der Motivation meines Pedals annahmen. Nach 2 Minuten war das Pedal festverschraubt und wir alle glücklich! Mein Hinterrreifen bekam noch ein bisschen Luft aus einer bulgarischen Fahrradpumpe, da meine nach dem ersten Martin'schen Handling den Geist aufgegeben hatte.
Dann ging es endlich los! Peter übernahm die Führung durch die Stadt. Martin und ich cruisten hinterher und genossen die Aussicht. Nach dem Industriezentrum reihten sich hypermoderne Einkaufszentren (unter anderem "The Mall") am Boulevard entlang ins Zentrum der Stadt mit seinen alten Stadtkern. Am Hang eines nahen Hügels war scheinbar aufgrund der Hitze ein Brand ausgebrochen. In der Stadt herrschte wenig Verkehr, auch auf der Autobahn nicht, die wir kurz benutzten um rasch ins Zentrum zu gelangen. Nach ca. 30 Minuten hatten wir unser Endziel erreicht  und konnten in einer alten Villa nächtigen. Bei gutem bulgarischem Bier und einer Sachertorte, die wir unbeschadet nach Sofia transportiert hatten, ließen wir die Anreise ausklingen.

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