Dienstag, 25. August
Es war nun doch eine ganz andere Route als die vorgeschlagenen geworden. Wir fuhren mit dem IC um 11.44 Uhr von Wien nach Salzburg und starteten dort unsere Salz- und Seentour. An diesem Tag sollte es wieder von den Temperaturen Spitzenwerte erreichen. Bei 30 Grad folgten wir einer aufgelassenen Bahntrasse nach Seekirchen. Diese führte zuerst einen Hügel hinauf vorbei an Feldern und sattgrünen Wiesen. Die Bauern ernteten gerade das Heu. Ganz anders als in Niederösterreich und der Steiermark verwendeten diese noch alte Maschinen. In der Steiermark werden z.B. schon Heuballen mit Plastik überzogen, hier in Salzburg wird das Heu noch konventionell gelagert und getrocknet. Knapp vor Seekirchen bekam ich ein neues Schweißband für meinen Helm. Dieses hatte ich mir auf meiner Norwegentour in Rena herausgerissen, weil mir davor schon so grauste. Es war ständig nass und unansehnlich geworden. In Seekirchen war es nicht so leicht, ein Quartier zu finden. Manche Gasthöfe hatten Ruhetag, einer war voll belegt. Ein kleines Privatquartier am Anfang von Seekirchen nahm uns freundlich auf. Wir stellten nur schnell unsere Taschen ins Zimmer und dann gings los zum Wallersee. Das Strandbad war wunderbar gelegen. Enten stolzierten über die Liegewiese und suchten die Badetücher nach Essbaren ab. Das Wasser war schön warm und ich wollte gar nicht mehr ins Trockene. Meine Uhr piepste ständig. Ich hatte mir am Montag eine Suunto mit Wettervorhersage gekauft und sie meldete mir einen Wetterumschwung. Ich dachte an eine Fehlfunktion und es wurde mir gedroht, dass die Uhr, wenn sie in der Nacht auch so oft piepsen würde, am nächsten Tag eine Uhr gewesen sei. Doch in der Nacht gewitterte es ordentlich! Blitz, Donner, Regenschauer. Schnell holte ich die Handtücher vom Balkon.
Mittwoch, 26. August
Am Morgen war die Straße wieder trocken und die Sonne strahlte freundlich. Unsere Vermieterin kredenzte uns einen wirklich guten Kaffee und ihr Ehemann erzählte uns von den Umbauarbeiten am Salzburger Bahnhof. Er erklärte uns auch genau den Weg nach Obertrum. Der Weg dorthin war wunderschön. Ich glaubte, durch ein Prospekt der Salzburger Fremdenverkehrswerbung zu fahren. Idyllische Bauernhöfe, zufriedene Kühe, die auf der Wiese grasten.
Mittwoch, 26. August 2009
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