Samstag, 25. Juli
Nach einem guten Frühstück legten sich Peter und Martin noch kurz hin,
während ich den kleinen Ort Maerfjord erkundete.
Ein kleiner Hafen mit Fischerbooten bildet das Zentrum, daneben liegt gleich die Bücherei des Ortes. Als Einkaufsmöglichkeiten gibt es nur ein kleines Kiosk. Eine Kirche rundet die Sehenswürdigkeiten des Ortes ab.
Unser Motel wird untertags von den Touristen frequentiert, während am Abend feucht-fröhliche Runden der Einheimischen vorbeischauen.
Um 13 Uhr ging unsere Fahrt dann los, voher wollten sich die Burschen noch eine Folge von South Park im Fernsehen ansehen. 55 Kilometer waren es bis Gryllefjord, dem Anlegehafen der Fähre nach Andenes auf den Lofoten. Um 19 Uhr ging die letzte Fähre, und wir dachten uns, dass wir diese locker erreichen werden.
Nach 10 Kilometer Fahrt und nach zwei Tunnels
eröffnete sich uns ein traumhafter Blick auf einen Sandstrand! Heiß war es an diesem Tag auch und so beschlossen wir kurz in die Fluten zu springen. Das Wasser war natürlich saukalt. Jeder von uns tauchte einmal unter und dann lagen wir ganz einfach für eine halbe Stunde am Strand.
Wir genossen diese wunderbaren Minuten. Ich wanderte noch kurz den Strand auf und ab, dann ging es weiter. Zwei Pässe lagen vor uns. Ganz gemeine noch dazu! Langgestreckte Anfahrten, die Sonne heizte uns zusätzlich ein. Wir hatten kaum mehr Wasser. Kurz vor dem zweiten Pass bekam ich plötzlich einen Krampf im rechten Oberschenkel. Martin ging es auch nicht viel besser. Wir tranken, da wir kein Wasser mehr hatten zwei Dosen Bier. 13 Kilometer vor Gryllefjord und um genau zu sein um 18 Uhr erblickten wir den zweiten Pass. Aus der Karte konnten man nur ablesen, dass er kurz und steil sein sollte. Er war steil und lang. Die beiden Burschen fuhren den Pass mit letzten Kräften hinauf. Ich gab schon nach 10 Prozent w.o. und schob mein Rad, Meter um Meter. Kein Wasser mehr, kein Proviant. Ich schwitzte wie ein Schwein. Fliegen und Bremsen maltretierten mich unaufhörlich. 20 bis 30 auf einmal! Knapp vor dem höchsten Punkt kamen mir Peter und Martin entgegen. Peter reichte mir ein Erdbeertrinkjoghurt, das er in seinen Taschen noch gefunden hat. Martin schob mein Rad, während ich trank. Oben angekommen sahen wir ins Tal. 9 Kilometer bis zur Fähre. 18:38. Insgeheim dachte ein jeder: das geht sich jetzt nicht mehr aus! Trotzdem wollte jeder zeigen, dass er noch an ein Happy End glaubte. Wir stürzten uns mit 52 Km/h den Pass hinunter. Auf meinem GPS-Gerät veränderte sich der Kilometerstand kaum. Am Ende der Abfahrt waren es noch immer 6 Kilometer. 18:46. Ich trat so fest ich konnte in die Pedale, biss meine Zähne zusammen, verdrängte den Schmerz in meiner rechten Wade. Wir konnten die Fähre bereits sehen. 3 Kilometer und es war 18:50. 10 Minuten hatten wir noch Zeit, denn norwegische Fähren legen pünktlich ab. Ein letzter Hügel war zu passieren. Es war mir vollkommen egal, welchen Gesichtsausdruck ich bei dieser letzten Anstrengung machte, wahrscheinlich wie ein Gewichtheber bei 250 Kilo. 4 Minuten vor 19 Uhr schossen wir drei Seite an Seite den Hügel hinunter, passierten spielende Kinder, Senioren, die die Spätnachmittagssonne genossen. Dann noch eine letzte Kurve und die Einfahrt zur Fährstation. 18:58: Ziel erreicht!!!! Wir standen vor einer leeren Fähre! Die Autos durften noch nicht auffahren und wir mussten auch noch ein Ticket lösen (490 Kronen). Wir hatten es tatsächlich auf die Fähre geschafft! Wir konnten unser Glück gar nicht fassen! Unsere Fahrräder wurden mit einem Seil festgezurrt und dann gingen wir Richtung Cafe an Bord. Wir genossen noch die Abfahrt und dann legten wir uns erschöpft auf eine Bank. Wir hofften, dass das Cafe irgendwann während der Fahrt auf sperrte, da wir wahnsinnig durstig waren.
Martin und ich wachten erst wieder knapp vor Andenes auf. 1 ½ Stunden hatten wir verschlafen! Peter hat sich wieder für uns die Überfahrt angesehen.
Ich war so stol
z auf uns und auf unseren Teamgeist, dass ich die beiden zu einem wirklich sehr guten Abendessen einlud. Um 23:45 Uhr trafen wir beim Camping Platz ein,
sa
hen uns die Mitternachtssonne an und gingen zufrieden schlafen.
Nach einem guten Frühstück legten sich Peter und Martin noch kurz hin,
während ich den kleinen Ort Maerfjord erkundete.
Ein kleiner Hafen mit Fischerbooten bildet das Zentrum, daneben liegt gleich die Bücherei des Ortes. Als Einkaufsmöglichkeiten gibt es nur ein kleines Kiosk. Eine Kirche rundet die Sehenswürdigkeiten des Ortes ab.
Unser Motel wird untertags von den Touristen frequentiert, während am Abend feucht-fröhliche Runden der Einheimischen vorbeischauen.Um 13 Uhr ging unsere Fahrt dann los, voher wollten sich die Burschen noch eine Folge von South Park im Fernsehen ansehen. 55 Kilometer waren es bis Gryllefjord, dem Anlegehafen der Fähre nach Andenes auf den Lofoten. Um 19 Uhr ging die letzte Fähre, und wir dachten uns, dass wir diese locker erreichen werden.
Nach 10 Kilometer Fahrt und nach zwei Tunnels
eröffnete sich uns ein traumhafter Blick auf einen Sandstrand! Heiß war es an diesem Tag auch und so beschlossen wir kurz in die Fluten zu springen. Das Wasser war natürlich saukalt. Jeder von uns tauchte einmal unter und dann lagen wir ganz einfach für eine halbe Stunde am Strand.
Wir genossen diese wunderbaren Minuten. Ich wanderte noch kurz den Strand auf und ab, dann ging es weiter. Zwei Pässe lagen vor uns. Ganz gemeine noch dazu! Langgestreckte Anfahrten, die Sonne heizte uns zusätzlich ein. Wir hatten kaum mehr Wasser. Kurz vor dem zweiten Pass bekam ich plötzlich einen Krampf im rechten Oberschenkel. Martin ging es auch nicht viel besser. Wir tranken, da wir kein Wasser mehr hatten zwei Dosen Bier. 13 Kilometer vor Gryllefjord und um genau zu sein um 18 Uhr erblickten wir den zweiten Pass. Aus der Karte konnten man nur ablesen, dass er kurz und steil sein sollte. Er war steil und lang. Die beiden Burschen fuhren den Pass mit letzten Kräften hinauf. Ich gab schon nach 10 Prozent w.o. und schob mein Rad, Meter um Meter. Kein Wasser mehr, kein Proviant. Ich schwitzte wie ein Schwein. Fliegen und Bremsen maltretierten mich unaufhörlich. 20 bis 30 auf einmal! Knapp vor dem höchsten Punkt kamen mir Peter und Martin entgegen. Peter reichte mir ein Erdbeertrinkjoghurt, das er in seinen Taschen noch gefunden hat. Martin schob mein Rad, während ich trank. Oben angekommen sahen wir ins Tal. 9 Kilometer bis zur Fähre. 18:38. Insgeheim dachte ein jeder: das geht sich jetzt nicht mehr aus! Trotzdem wollte jeder zeigen, dass er noch an ein Happy End glaubte. Wir stürzten uns mit 52 Km/h den Pass hinunter. Auf meinem GPS-Gerät veränderte sich der Kilometerstand kaum. Am Ende der Abfahrt waren es noch immer 6 Kilometer. 18:46. Ich trat so fest ich konnte in die Pedale, biss meine Zähne zusammen, verdrängte den Schmerz in meiner rechten Wade. Wir konnten die Fähre bereits sehen. 3 Kilometer und es war 18:50. 10 Minuten hatten wir noch Zeit, denn norwegische Fähren legen pünktlich ab. Ein letzter Hügel war zu passieren. Es war mir vollkommen egal, welchen Gesichtsausdruck ich bei dieser letzten Anstrengung machte, wahrscheinlich wie ein Gewichtheber bei 250 Kilo. 4 Minuten vor 19 Uhr schossen wir drei Seite an Seite den Hügel hinunter, passierten spielende Kinder, Senioren, die die Spätnachmittagssonne genossen. Dann noch eine letzte Kurve und die Einfahrt zur Fährstation. 18:58: Ziel erreicht!!!! Wir standen vor einer leeren Fähre! Die Autos durften noch nicht auffahren und wir mussten auch noch ein Ticket lösen (490 Kronen). Wir hatten es tatsächlich auf die Fähre geschafft! Wir konnten unser Glück gar nicht fassen! Unsere Fahrräder wurden mit einem Seil festgezurrt und dann gingen wir Richtung Cafe an Bord. Wir genossen noch die Abfahrt und dann legten wir uns erschöpft auf eine Bank. Wir hofften, dass das Cafe irgendwann während der Fahrt auf sperrte, da wir wahnsinnig durstig waren.
Martin und ich wachten erst wieder knapp vor Andenes auf. 1 ½ Stunden hatten wir verschlafen! Peter hat sich wieder für uns die Überfahrt angesehen.Ich war so stol
z auf uns und auf unseren Teamgeist, dass ich die beiden zu einem wirklich sehr guten Abendessen einlud. Um 23:45 Uhr trafen wir beim Camping Platz ein,
sa
hen uns die Mitternachtssonne an und gingen zufrieden schlafen. Sonntag, 26. Juli
Am Sonntag stand Wale-watching am Programm! Um 11 Uhr ging das Programm mit einer Einführung in die Walkunde los. Es war sehr interessant. Männliche Wale schwimmen nach Norwegen, da hier die Kontinentalplatte abbricht und das Meer eine Tiefe von mindestens 1000 Metern erreicht. Bei dieser Abbruchstelle tummeln sich alle möglichen Fische, die von anderen Fischen gefressen werden. Hier können sich die Wale richtig satt fressen. Wenn sie genug Körperfett angelegt haben, schwimmen sie wieder in den Süden in wärmere Gewässer, wo sich die weiblichen Tiere aufhalten.
Man ist ca. 1 Stunde mit dem Boot von Andenes unterwegs bis man diese tiefen Stellen erreicht. Und wirklich: dort trieben sich einige Wale herum. Wir sahen sie spritzen und abtauchen, faul im Wasser dahingeiten! Große und kleinere Tiere. Leider waren sie sehr schwer zu fotografieren, da der Autofokus meiner Kamera sehr langsam war. Trotzdem war es ein großes Erlebnis.
Man ist ca. 1 Stunde mit dem Boot von Andenes unterwegs bis man diese tiefen Stellen erreicht. Und wirklich: dort trieben sich einige Wale herum. Wir sahen sie spritzen und abtauchen, faul im Wasser dahingeiten! Große und kleinere Tiere. Leider waren sie sehr schwer zu fotografieren, da der Autofokus meiner Kamera sehr langsam war. Trotzdem war es ein großes Erlebnis.

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